Dokumentationszwecke Vier
Lieber Administrator,
wir bewundern deine Anstrengungen misszuverstehen, zu dichten, zu denunzieren, oder simpel: Dreck zu labern.
1. Es besteht kein Widerspruch in der von uns aufgestellten These, dass die Unnmöglichkeit der perönlichen Emanzipation vom Kapitalverhältnis den Zwang einschließt auf der Seite derer zu stehen, die ausbeuten. Als stünde eine wackere Blogbesatzung wie eure mit (ihr nehmt ja sicher nicht die AK) einer Desert Eagle (israelische Waffe, das ist ECHT Provo!) hinter deren Stühlen bereit sie abzuknallen wenn sie sich entscheiden würden, dass es eigentlich gar nicht so cool ist Leute durch Lohnarbeit auszubeuten.
2. Schön, dass du von Aktien redest. Kurz gesagt: das ist falsch. Lang gesagt: Dass Proletarier ihr mühsam angespartes Geld in Rechtstitel auf einen Teil eines möglichen Gewinnes eines Unternehmens anlegen verwischt den Klassenantagonismus überhaupt nicht. Wenn du, wie du ja so schön behauptest, Marx gelesen hättest sollte dir klar sein, dass die Einteilung in die Klassen sich nämlich nicht über den (vereinzelten) Besitz von Aktien definiert. Hast du aber nicht gelesen, deswegen erklären wir es dir: Ökonomisch bestimmen sich die Klassen, ganz einfach gesagt wie folgt: Es gibt
2.1. Die KapitalistInnen, die zeichnen sich aus durch den Besitz an gesellschaftlichen Produktionsmitteln. Die haben also eine Fabrik und stelln in dieser Proletarier (s. 2.3.) an, die fortan für den Gewinn Unternehemens schuften dürfen, oder wenns mal nicht ganz so gut läuft vor die Tür gesetzt werden. Man könnte hier jetzt noch weiter differenzieren, wir machen nur noch eine Unterscheidung auf, weil die nämlich für den Gegenstand von nicht unerheblicher Bedeutung ist: Die GeldkapitalistInnen (und bevor ihr jetzt wieder eurem Ressentiment freien Lauf lasst: Nein, die sind keine Juden, haben Keine Hakennasen oder Gichtfinger und sitzen auch nicht alle auf einem Haufen an der Westküste der USA), die haben keine Produktionsmittel, die sie zur Gewinnschöpfung benutzen sondern erzeugen den Gewinn ihres Unternehmens durch Handel mit Devisen und, das ist nicht unwichtig, können davon auch leben.
2.2. GrundeigentümerInnen, hier eigentlich egal aber wir wollen euch ja was beibringen, die haben auch keine Fabriken, aber ein guten Teil Boden, der ihnen gehört und können ihren Gewinn dadruch bestreiten, dass sie den verpachten.
2.3. Und jetzt die armen Schweine in dem ganzen System, die ProletarierInnen. Denen gehört nämlich nichts außer ihre eigene Arbeitskraft, um zu überleben müssen die die nun zu Markte tragen und schuften gehen (das muss btw nicht in einem Bergwerk sein, ein öder Bürojob reicht schon). Wenn die das nicht tun, verhungern sie entweder oder haben, zynisch ausgedrückt, das Glück in den sozialen Auffangmaßnahmen eines Staates zu landen, der ihnen dann wenigstens die ehrenvolle Rolle der Ersatzarmee fürs Kapital zugesteht. Dass nun ProletarierInnen sich Aktien erwerben kann gut, ist von mir aus auch so (wobei es für dich und deine These ein wahnsinnihges Glück ist, dass du keine Statistik zur Hand hast, nachher wärst du noch enttäuscht ob der Marginalität dieser Leute) nur ändert das nichts an der ökonomischen Stellung, die diese Leute einnehmen. Die 2-3000 Euro, die man als Proletarier auf der hohen Kante hat um sie zu investieren um dann vielleicht einen Bruchteil des Gewinnes eines Unternehmens ausgezahlt bekommen hat reichen nämlich nicht ansatzweise um den Zwang zu Lohnarbeit zu dekonstruieren. Und wenn es daneben geht hat man auch noch einen Haufen Geld in den Sand gesetzt und nihts davon bekommen.
Die Klassengesellschaft ist lebendig wie eh und je, soziale Chancen des Wechsels der Klassen nach oben sind schöne Propanganda ideologischer Brandstifter, Rechtfertigungstitel für die Marktwirtschaft, haben mit der sozialen Realität aber nichts zu tun.
3. Der Kapitalismus hört auf weil alle nicht mehr mitmachen? Schöne Sache, wenn wir alle erstmal zu Hause sitzen und uns wehende Israelfahnen bei YouTube gucken hört der Kapitalismus auf, haha. Dann sind nämlich auch alle mal eben kurz verhungert, große Sache. Und warum hören sie auf sich kapitalistisch zu vermarkten? Weil ihr mit euer Gleichmachreiwalze die Volksgemeinschaft zu einer Briefmarke umformt? Träum weiter.
“Dieser Part hier sind die Fakten, doch der nächste wird sehr beleidigend.” (Kool Savas)
Den Rest deiner Hetze gegenüber unserer Redaktion solltest du vielleicht begründen. So bist du einfach nur ein verdammtes Arschloch, der mit Nazititulierungen um sich wirft wie Sido mit Fuffies. Die AK ist für dich ollen Kotzbrocken und deinen Freund bestimmt, nicht für KapitalistInnen, Juden oder sonstige Feinde, die du uns andichten möchtest. Ich kann dir aber versprechen, wir haben die Gulag-Romantik schon längst gegen den Aufbau revolutionärer Fischmehlfabriken eingetauscht, da ist noch ein Platz für dich.
Warum wir nämlich “das eine oder andere antisemitische Ressentiment” in der Tasche haben sollen, warum wir dieser “perversen Idee”, die Fraktion des Kapitals sei einzig für die Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft anhängig sein sollen und warum wir uns irgendeinem Volk zurechnen sollten oder würden, das kannst du Hohlbirne nicht beantworten. Das entspringt nämlich nichts als deiner, zugegebenermaßen nicht sonderlich ausgeprägten, Phantasie, die lieber dichtet als das Gegenüber mal ernstzunehmen, die aber sowieso so sehr von der Wirkmächtigkeit der eigenen Blödheiten überzeugt ist, dass sie den Stuss, den sie erdenkt noch für voll nimmt, so dass du es einfach nur noch übernehmen musst um es in die Welt herauszuposaunen.
“Also schreit es in die Welt,
haut es mit Edding an die Wände,
solange die Crétins noch bloggen,
ist der Krieg nicht zu Ende.” (frei nach kettcar)
Mit einer gesunden Portion Vernichtungsgedanken,
die ein name wie von indymedia Redaktion
Abteilungen Dummbratzen und Konterdichtung
