Ein Name wie von Indymedia.

Über ein Leben mit antideutschen Blogger_innen, deren Entourage und ihrer verzweifelten Suche nach dem richtigen Argument.

Oct 16

Dokumentationszwecke Vier

Lieber Administrator,
wir bewundern deine Anstrengungen misszuverstehen, zu dichten, zu denunzieren, oder simpel: Dreck zu labern.
1. Es besteht kein Widerspruch in der von uns aufgestellten These, dass die Unnmöglichkeit der perönlichen Emanzipation vom Kapitalverhältnis den Zwang einschließt auf der Seite derer zu stehen, die ausbeuten. Als stünde eine wackere Blogbesatzung wie eure mit (ihr nehmt ja sicher nicht die AK) einer Desert Eagle (israelische Waffe, das ist ECHT Provo!) hinter deren Stühlen bereit sie abzuknallen wenn sie sich entscheiden würden, dass es eigentlich gar nicht so cool ist Leute durch Lohnarbeit auszubeuten.
2. Schön, dass du von Aktien redest. Kurz gesagt: das ist falsch. Lang gesagt: Dass Proletarier ihr mühsam angespartes Geld in Rechtstitel auf einen Teil eines möglichen Gewinnes eines Unternehmens anlegen verwischt den Klassenantagonismus überhaupt nicht. Wenn du, wie du ja so schön behauptest, Marx gelesen hättest sollte dir klar sein, dass die Einteilung in die Klassen sich nämlich nicht über den (vereinzelten) Besitz von Aktien definiert. Hast du aber nicht gelesen, deswegen erklären wir es dir: Ökonomisch bestimmen sich die Klassen, ganz einfach gesagt wie folgt: Es gibt
2.1. Die KapitalistInnen, die zeichnen sich aus durch den Besitz an gesellschaftlichen Produktionsmitteln. Die haben also eine Fabrik und stelln in dieser Proletarier (s. 2.3.) an, die fortan für den Gewinn Unternehemens schuften dürfen, oder wenns mal nicht ganz so gut läuft vor die Tür gesetzt werden. Man könnte hier jetzt noch weiter differenzieren, wir machen nur noch eine Unterscheidung auf, weil die nämlich für den Gegenstand von nicht unerheblicher Bedeutung ist: Die GeldkapitalistInnen (und bevor ihr jetzt wieder eurem Ressentiment freien Lauf lasst: Nein, die sind keine Juden, haben Keine Hakennasen oder Gichtfinger und sitzen auch nicht alle auf einem Haufen an der Westküste der USA), die haben keine Produktionsmittel, die sie zur Gewinnschöpfung benutzen sondern erzeugen den Gewinn ihres Unternehmens durch Handel mit Devisen und, das ist nicht unwichtig, können davon auch leben.
2.2. GrundeigentümerInnen, hier eigentlich egal aber wir wollen euch ja was beibringen, die haben auch keine Fabriken, aber ein guten Teil Boden, der ihnen gehört und können ihren Gewinn dadruch bestreiten, dass sie den verpachten.
2.3. Und jetzt die armen Schweine in dem ganzen System, die ProletarierInnen. Denen gehört nämlich nichts außer ihre eigene Arbeitskraft, um zu überleben müssen die die nun zu Markte tragen und schuften gehen (das muss btw nicht in einem Bergwerk sein, ein öder Bürojob reicht schon). Wenn die das nicht tun, verhungern sie entweder oder haben, zynisch ausgedrückt, das Glück in den sozialen Auffangmaßnahmen eines Staates zu landen, der ihnen dann wenigstens die ehrenvolle Rolle der Ersatzarmee fürs Kapital zugesteht. Dass nun ProletarierInnen sich Aktien erwerben kann gut, ist von mir aus auch so (wobei es für dich und deine These ein wahnsinnihges Glück ist, dass du keine Statistik zur Hand hast, nachher wärst du noch enttäuscht ob der Marginalität dieser Leute) nur ändert das nichts an der ökonomischen Stellung, die diese Leute einnehmen. Die 2-3000 Euro, die man als Proletarier auf der hohen Kante hat um sie zu investieren um dann vielleicht einen Bruchteil des Gewinnes eines Unternehmens ausgezahlt bekommen hat reichen nämlich nicht ansatzweise um den Zwang zu Lohnarbeit zu dekonstruieren. Und wenn es daneben geht hat man auch noch einen Haufen Geld in den Sand gesetzt und nihts davon bekommen.
Die Klassengesellschaft ist lebendig wie eh und je, soziale Chancen des Wechsels der Klassen nach oben sind schöne Propanganda ideologischer Brandstifter, Rechtfertigungstitel für die Marktwirtschaft, haben mit der sozialen Realität aber nichts zu tun.
3. Der Kapitalismus hört auf weil alle nicht mehr mitmachen? Schöne Sache, wenn wir alle erstmal zu Hause sitzen und uns wehende Israelfahnen bei YouTube gucken hört der Kapitalismus auf, haha. Dann sind nämlich auch alle mal eben kurz verhungert, große Sache. Und warum hören sie auf sich kapitalistisch zu vermarkten? Weil ihr mit euer Gleichmachreiwalze die Volksgemeinschaft zu einer Briefmarke umformt? Träum weiter.

“Dieser Part hier sind die Fakten, doch der nächste wird sehr beleidigend.” (Kool Savas)

Den Rest deiner Hetze gegenüber unserer Redaktion solltest du vielleicht begründen. So bist du einfach nur ein verdammtes Arschloch, der mit Nazititulierungen um sich wirft wie Sido mit Fuffies. Die AK ist für dich ollen Kotzbrocken und deinen Freund bestimmt, nicht für KapitalistInnen, Juden oder sonstige Feinde, die du uns andichten möchtest. Ich kann dir aber versprechen, wir haben die Gulag-Romantik schon längst gegen den Aufbau revolutionärer Fischmehlfabriken eingetauscht, da ist noch ein Platz für dich.
Warum wir nämlich “das eine oder andere antisemitische Ressentiment” in der Tasche haben sollen, warum wir dieser “perversen Idee”, die Fraktion des Kapitals sei einzig für die Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft anhängig sein sollen und warum wir uns irgendeinem Volk zurechnen sollten oder würden, das kannst du Hohlbirne nicht beantworten. Das entspringt nämlich nichts als deiner, zugegebenermaßen nicht sonderlich ausgeprägten, Phantasie, die lieber dichtet als das Gegenüber mal ernstzunehmen, die aber sowieso so sehr von der Wirkmächtigkeit der eigenen Blödheiten überzeugt ist, dass sie den Stuss, den sie erdenkt noch für voll nimmt, so dass du es einfach nur noch übernehmen musst um es in die Welt herauszuposaunen.


“Also schreit es in die Welt,
haut es mit Edding an die Wände,
solange die Crétins noch bloggen,
ist der Krieg nicht zu Ende.” (frei nach kettcar)

Mit einer gesunden Portion Vernichtungsgedanken,
die ein name wie von indymedia Redaktion
Abteilungen Dummbratzen und Konterdichtung


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Für die unterirdische Leistung des Administrators von mag beim Versuch unsere Redaktion in den Dreck zu ziehen.

die ein name wie von indymedia Redaktion
Abteilung Konterdichtung


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Sep 28

Dokumentationszwecke die Dritte

Wieder beim Meister der Vergleiche Reflexion:

AdultistInnen sind wir nun schon, etwas einbilden tun wir uns auf unser Alter, Geschichte reißen wir aus ihrem Kontext und sind eigentlich schon KameradInnen der Nazis (oder solcher Leute, die halt irgendwie schon fast beinahe an der Grenze zum nahezu eigentlich schon Nazi sein sind). Warum? Weil der Verbrechensspezialist Reflexion uns das unterstellt!
Was er damit sagt: nichts. Was wir dagegen erwidern: Haha. Aus deinem mit Perfektion vollzogenen Zirkelschluß Auschwitz ist böse, weil es unvergleichbar war, und dem ist jetzt nunmal so, wird man jedenfalls nicht schlau werter Reflexion.
Was stört dich eigentlich an Auschwitz? Dass da Juden umgekommen sind, dass das ein ganz und gar ungeheurliches Verbrechen (und was ist an Verbrechen eigentlich so schlimm?) war oder beides in der Supermixtur Verbrechen an Juden? Ehrliche Frage.

Es grüßt,
dein kritischstes kritisches KritikerInnenkollektiv von ein name wie von indymedia
P.S. Dass die IndianerInnen eine ganz bemerknswerte Bedrohung, ja glatt Ausrottungsgefahr für die KolonisatorInnen darstellten bevor angefangen wurde die zurückgeschlagen ist uns bis jetzt entgangen, aber dank Avi Primor, muss ja ein ganz phantastischer Typ sein, der richtig viel Ahnung von allem hat, wissen wir das nun.

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Sep 27

Dokumentationszwecke die Zweite

Diesmal in Bezug auf Reflexion. Nicht weil wir ihm nicht trauen würden, oder so. Mehr weil wir unsere gesammelten Werke schreiben werden und es uns so doof ist uns durch 20 Jahre blogsport Fehler zu klicken. So am Rande, wir sind echt froh, dass es Blogs noch nicht so lange gibt.

Hallo,
Wir sind einige aufgeklärte uralte Sesselpupser, die bei dem Pupsen von Antideutschen gerne aufgeschreckt werden und unseren Senf dazugeben. Das bringt zwar meistens nichts, aber wir sind so verbittert ob der Regression, welche die Gesellschaft befällt, dass wir unsere Klugheiten doch immer wieder gerne zum Besten geben. Unser Radar ausgeschlagen, als wir Juden und Verbrechen hörten.
Reflexion, du hast ein leichtes Problem, welches wir als Vergleichoritis diagnostizieren und dessen Auftreten im Zusammenhang mit Auschwitz zu stehen scheint. Dann ist die Rede nämlich fortschreitend von einer sog. Unvergleichbarkeit der Tat mit allem anderen. Das ist schlichtweg falsch. Mit dem Verbot des Vergleiches nimmst du das Ergebnis des Vergleiches schon vorweg. Für dich steht nämlich fest, dass Auschwitz ganz unabhängig von allem nicht vergleichbar sei. Das ist aber falsch. Man kann Auschwitz sehr wohl mit allem möglichen vergleichen, mit Äpfeln z.B. oder eben auch mit der Massakrierung der IndinaerInnen im Verlauf der Kolonialisierung. Was dann bei diesem Vergleich rauskommt ist nämlich eine ganz andere Sache. Und normalerweise kommt bei raus, hmm stimmt war schon nicht dasselbe. Nur ist dadurch noch nichts gewonnen. Man hat weder etwas über Auschwitz aus gesagt, noch über die Kolonisierung. Dass das nicht dasselbe ist, sei dir geschenkt. Sind auch Pfeil und Kugel nicht, tun beide höllisch weh wenn sie einen treffen. Mit dem Laden von Auschwitz in die Kugelkammer des Diskurs ist dann sowieso nur eins gewonnen: Guckt mal, alles nicht so schlimm, denn: es gab Auschwitz. Und Auschwitz ist böse: weil es unvergleichbar ist. Klasse Sache.

Verehrung,
ein name wie von indymedia Redaktionskollektiv

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Sep 24

Dokumentationszwecke

Wir trauen der ISAG nicht, und dokumentieren unseren Kommentar zum Streich von Tom deswegen auch hier:

Die Polemik haben wir durchaus gerne auf unserer Seite, sind wir aber auch keine politische Gruppe sondern eine Redaktion, die sich das Aufspüren der Falschheiten dieser Welt zum Auftrage macht.. Die Argumente nun leider aber auch. Da hilft auch getroffenes Rumgeheule von deiner Warte keinesfalls weiter. Unermüdlich kritische KritikerInnen, wie wir nun aber sind lassen wir nicht ab, und hauen auch dir noch einige wenige aber pointierte Anmerkung um die Nase, auf dass die Waffe der Kritik dich niederstrecke: 1. Wie du auf du auf »revolutionsgeile 68er« kommst ist uns ein Rätsel, ein großes noch dazu. Kapitulieren gegen die Blödheiten dieser Welt würden wir nun aber tatsächlich, kapitulieren wollen wir aber immer noch nicht und werden wir nicht ehe nicht der letzte Antideutsche seine Israelfahne gegen die Gesamtausgabe der Marx-Engels Werke eintauscht. Versprochen. 2. Antizionistisches Terrorgeprolle, soso. Uns fehlen die Worte, da hältst du uns vor was wir ganz offen zugeben, vom nationalen Projekt Israel nicht allzuviel zu halten, soll uns das jetzt treffen? Die Denunziation unserer, der Gewalt ach so fernen Redaktion aber als TerroristInnen das ist ein starkes Stück, freilich kein Argument. Nur ein wenig Verwunderung bleibt uns ob der Tatsache, dass diese Bezichtigung eigentlich eher von den politischen Eliten dieses Landes zur Beschreibung von Leuten gebraucht wird, die diesem Land einen Schaden zufügen wollen. Die Affirmation dieses Begriffes auf der Schlachtbank der Subversion trauten wir dir nun nicht zu, scheint doch wenigstens ein Anspruch an die Überwindung der Verhältnisse bei deinen Vorbildern, den Cretins mit Blog (genau, die ISAG) gegeben. Aber wen scheint es zu wundern, bei Leuten, die das Erwähnen von grenzdebilen Tatsachen in rassistischen Schundblättern wie dem Abfallprodukt Bahmas noch als Argument nehmen. Get yo facts straight, Die PolemikmeisterInnen der ein name wie von indymedia Redaktion. P.S. Wir haben übrigens, eine kleine Anmerkung zur Stylekritik, keine Wursthaare und auch keine Iros, wir tragen Nadelstreifen und fahren Rolls Royce.

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Jul 5

Es könnte witzig sein.

Bei Waiting hat sich jemand breit gemacht der zu anderer Zeit entweder deftig ins Fressbrett kriegen würde oder aber international bekannter Suppenkasper äh Dienstleister im Bereich der Humanunterhaltung wäre- wahrscheinlich eher ersteres, denn zügeln kann der gute Junge sich nicht.

Es scheint so als hätte, oh wir haben vergessen ihn vorzustellen: hekmat, eine antideutsche Ausprägung des Tourette-Syndroms die in zwei Richtungen ausschlagen kann, entweder man ist Deutscher, so richtiger in Nachkommenschaft von Eichmann, oder aber man steckt mit der Regierung in Teheran (ihr wisst schon die böse mit der vielleicht Bombe) unter einer Decke ist folglich »Mullah- und Ayatollah-Knecht«. Wenn es ganz dicke kommt ist man gar beides, Handlanger der iranischen Regierung und Nazi. Der Typ kann also nicht kritisieren aber umso besser harte Vergleiche anstellen, Kostprobe gefällig:

bigmouth, unsere Wenigkeit und eigentlich alle, die sich anmaßen seinen Gehirndünnschiß zu kritisieren sind da flugs »Holocaustleugner«, »postnazi-prodeutscher Pasdaran-Knecht« oder direkt »neodeutsche Jungvolk-Eichmannsöhne/-töchter!« Ein ganzer Haufen Nazi-Vergleiche für so wenig Substanz in der Argumentation, obwohl welche Argumentation eigentlich?

Eine Frage, die wir dort schon stellten würden wir gerne noch einmal wiederholen, vielleicht werden wir ja dieses mal mit einer Antwort bedacht, die nicht aus weitere Kategorisierungen wie »infantilisierte Spießumdreher, hörige GSP-Knechte und damit im Grunde ziemlich einfach gestrickte, fast schon bemitleidenswerte Figuren« hinausläuft:

Horst Mahler: »Judenknecht«
Jürgen Elsässer: »Zionistenknecht«
Bigmouth: »Imperialistenknecht«
hekmat: »Mullah- und Ayatollah-Knechte«
hekmat: »GSP-Knechte«
hekmat: »Selektionsweltmeister-Knechte«
hekmat: »papst-knecht«

Das gleiche Vokabular, der selbe Wahn. Oder jetzt nicht mehr?

Und Papst-Knecht? Lass das mal nicht deinen ideologiekritischen Oberhorst Wertmüller hören, denn der weiß: »Benedikt verteidigt die Vernunft gegen den Islam«.

Und so halten wir schlußendlich fest: zu dem was hekmat Revolution nennen würde sind wir gerne ein Haufen von Konterrevolutionären.


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Jul 4
Liebster Knox, was genau hatte Israel (Gegründet am 14. Mai 1948) nochmal mit dem 08.05.1945 zu tun? Und was feierst du? Ist das so eine Glanzleistung, die sich ungefähr so begründet? Wir haben Kapitalismus, es gibt nichts zu feiern und deswegen feiern wir, dass es nichts zu feiern gibt außer die Tatsache, dass es nichts zu feiern gibt?

Liebster Knox, was genau hatte Israel (Gegründet am 14. Mai 1948) nochmal mit dem 08.05.1945 zu tun? Und was feierst du? Ist das so eine Glanzleistung, die sich ungefähr so begründet? Wir haben Kapitalismus, es gibt nichts zu feiern und deswegen feiern wir, dass es nichts zu feiern gibt außer die Tatsache, dass es nichts zu feiern gibt?


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Alle Hoffnungen zerstört.

Nach einer relativ ruhigen Zeit um die ISAG haben diese gestern wieder zugeschlagen. Unserer netten Bitte nach einem Stop des Projekts wurde nicht nachgekommen. Uns fehlen die Worte (größtenteil weil geschlafen wird, aber hey was solls), nichts sagen können wir aber auch nicht. Das käme einer Kapitulation gleich, wo es nichts zu kapitulieren gibt. Da holt man lieber seine Kreativität aus der hinterletzten Ecke hervor und kreiert ein Meisterwerk für alle und gegen die ISAG.

Stop ISAG.

Zur Fahndung ausschreiben möchte die Redaktion aber auch den oder die TaggerIn, die an der Neugründung schuld sind. Warum? Wegen ebenjener Parole in der Bunten Kuh, denn »das animierte [sie] zu diesem Neuanfang.« Und der Hammer zum Schluß: »Wir werden durchaus weniger polemisch agieren, bessere Texte verfassen.« Weniger Polemik? Ach du Scheiße. Das kann ja was werden, kleiner Tipp: Ernsthaftigkeit macht sich für eine Gruppe mit politischem Anspruch immer ganz gut, Polemik eher weniger. Und überhaupt, bessere Texte? Leute, das sagt man nicht einfach so, das könnte Erwartungen an euch wecken, die ihr nur enttäuschen könnt. Und was heißt eigntlich besser? Bessere Demo-Berichte? Ein neues Selbstverständnis? Oder einfach nur noch von irgendwo zusammenkopierte Texte? Da kopiert ihr zwar auch (Ausnahmen prüfen die Regel) nur Schrott, aber besser als eure Ergüsse, irgendwo zwischen doof, langweilig und unfreiwillig komisch, sind die allemal. Euer »ISAG lebt wieder«-Artikel ist auf jeden Fall weder weniger polemisch noch besser. Zum Schluß noch ein Rat, den wir jedem mitgeben und der bis jetzt noch niemandem geschadet hat: Lest mehr Marx! Oder hört auf. Oder hört auf, lest mehr Marx und fangt dann wieder an. Uns doch egal. Aber macht irgendwas anderes.


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Jul 3

Lieber HerrVorragend,

ein letztes Mal wendet sich die Redaktion an dich. Oder hat man jetzt an euch zu sagen?

Denn dort, wo du früher alleine deinen Unsinn verzapft hast tummelt sich nun eine Gruppe. La Haine nennt ihr euch, Hass, ja das mag sein. Hass verspüren wir auch eine ganze Menge. Besonders auf kleine Kinder und ihre Israelfahnen (soweit vorhanden, die anderen können sich aber auch nicht glücklicher schätzen, die hassen wir nur weil es Kinder sind). Ihr kleinen Kinder, Studenten nennt ihr euch, da wollen wir mal nicht so sein. Also: Ihr Stundenten und Jugendliche in eurer unglaublichen »antinationalen und antideutschen« Weisheit, wir hätten da gerne mal ne Frage, wenn ihr in eurem Selbstverständnis (hoffe ihr verzeiht wenn wir euren französisch-Tick nicht übernehmen) schreibt: »Wir setzen uns ein für Individualität und Aufklärung, gegen Homophobie, Antisemitismus und die faschistischen Grundtendenzen in Deutschland wie überall.« Was in Marxens Namen meint ihr damit? Nicht mit Homophobie oder Antisemitismus, das kennen wir. Aber diese faschistischen Grundtendenzen, wir haben uns da mal umgeguckt aber alles was wir gesehen haben war ein verdammt demokratischer (ja, ohne Anführungszeichen) Staat. Aber wir sind ja offen für alles mögliche, also haut mal raus, warum ist hier nur noch »Demokratie« und wo sind die faschistischen Grundtendenzen versteckt?


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May 11

Neues.

Während Herr Vorragend schon mal erkennt, dass seine antideutsche Jugend fürn Arsch ist, aber natürlich nicht die entsprechenden Schlüße zieht (ein Buch lesen, die ISAG auflösen oder wenigstens aufhören zu bloggen) ist der Göttinger Vorzeige-Antideutsche wieder von seinem Fahnentrip zum 8. Mai runtergekommen und widmet sich den »Vernunftfeinden«, ausgemacht im Umfeld des Magazins GegenStandpunkt.

Einige von denen haben nämlich glatt zum 8. Mai gebloggt und dabei anscheinend den antideutschen Fahnenkonsens gebrochen, eine Ehrverletzung, die cosmojl natürlich nicht unkommentiert durchgehen lassen kann, wo kämen wir denn da hin?

Ob Difficult Is Easy den Fahnenreigen um ein paar Exemplare ergänzt, die weiter gefasst einen Sieg für sich reklamieren können, oder Tekknoatze auf den Imperialismus derer hinweist, die im linken Jargon ganz lobend als Befreier geführt werden, ist dabei erstmal egal. Wenigstens »die jeweilige ausprägung der vernunftfeindschaft mag differieren«. Klar ist aber, die haben gegen die Vernunft angekämpft, die Schweine!

Grübelnd saß die Redaktion in den letzten Stunden vor dem Text und versuchte zu erknobeln was denn nun die Vernunft ist, die cosmojl da gegen die Regression verteidigen will. Die Vernunft zu erklären erscheint aber auch glatt unmöglich, das Argument habe sich dort versteckt wo Difficult Is Easy beginne nazudenken. Aber anscheinend scheinen die Wege der Vernunft unergründlich zu sein. und »neu-alte kader-kommunisten«, wie wir, Difficult Is Easy oder die Autoren der grauen Bücher welche sind kommen nie drauf. Es sei denn, cosmojl, willst du uns das nicht doch erklären?


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Apr 17

Antideutsche Staatsversessenheit

Herr Vorragend hat einen Skandal ausgebuddelt. Die Bundesregierung geht gegen NPD-CDs vor, aber Samy Deluxe wird nicht verboten und auch nicht von einem SEK in die nächste Besserungsanstalt befördert. Diese »kranke« Form deutschen Hip-Hops hat der freiberufliche Kritiker Vorragend schon bei Fler entdeckt und ,oh weh, die Deutschen machen nach Auschwitz gar immer noch Musik, in der sie dann auch noch sagen, dass sie Deutsche sind und das noch nichtmal schlimm finden.

Für Herrn Vorragend scheint die Sache klar, schon im ersten Teil findet er heraus, dass der Staat überhaupt nicht gegen Samy, Fler oder sein neuestes Feindbild Dissziplin vorgeht, dabei geht er sogar gegen die NPD und deren musikalischen Projekt vor. Die Motivation, die den deutschen Staat dazu bringt Samy und derart Gesocks zu tolerieren die NPD aber, im offiziellen Sprech eine rechtsextreme Partei, mit Repression zu überziehen.verstehtder Idealist allererster Güte nicht. Wenn sich jemand offensiv zu seiner Nation bekennt dann heißt es automatisch Nazi, und der Staat, also der an dem sich alle aufgeilen ob nun Samy oder Vorragend, der hat gegen diese Nazis vorzugehen. Dass der Staat das überhaupt nicht so sieht, dass Wahlvolk von der Sorte eines Deluxe oder Flers gefälligst verboten und eingeknastet werden muss interessiert nicht. Für den Staat aber bleiben diese Rapper halt nur normale Demokraten, die ihre Meinung sagen. Und wenn Dissziplin von 80 Millionen Deutschen redet, an die er sich wendet dann bestätigt er diese Grundeinstellung direkt, in dem er sich an die Leute wendet, die tatsächlich unter der Knute Deutschlands verwaltet werden.

Wenn man die Thesen der Rapper ernstnehmen würde und nicht mit einem Ressentiment, das Nationalisten noch alle mit Nazis gleichsetzt, an die Sache rangehen würde könnte man das auch noch merken. Dissziplin zum Beispiel verwendet die Hälfte seines Liedes noch dazu sich von Nazis abzugrenzen er »gibt ein Fick auf früher und auf Hitlers Worte« und reiht sich damit in die neue deutsche Popkultur nahtlos ein, die auf anderen Gebieten Deutschquoten für das Radio forderte. Keine Nazis, Deutsche mit demokratischer Identität stehen da vor der verwirrten Linken, denen immer noch nur Faschismus einfällt wenn sie die demokratischen Nationalstaaten kritisieren wollen. Falls sie das überhaupt wollen und sich nicht wie Herr Vorragend mit dem Ruf nach einem starken Staat, der sich gefälligst nach ihren Idealen zu richten hat zufrieden geben.


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